„YOUTILIY“ – eine Leseempfehlung 1


Mein Lesetipp heute: Jay Baer’s Buch „YOUTILITY“. Diese kurzweilige Lektüre gibt einen tollen Einblick in kundenorientiertes Marketing. Und zwar in cleveres Marketing, das zeitgemäß und zukunftsorientiert ist.

Schon gleich zu Beginn des Buches provoziert Baer mit der folgenden These: Warum jemand heutzutage noch als Handwerker sein Brot verdient, obwohl es im Internet hunderte oder gar tausende „Do it Yourself“-Videoanleitungen gibt? Warum sollte die Branche eine Zukunft haben? Warum sollten Kunden jemanden für etwas bezahlen wollen, dass sie mit einer Anleitung doch auch selber erledigen könnten?

Ich glaube es gab keinen Zeitpunkt in der Vergangenheit, zu dem Kunden mehr Kontrolle über den Kaufentscheidungsprozess hatten, als sie es heute haben. Es gibt mehrere Gründe dafür. Beispiele gefällig?

Die Kunden haben mehr Auswahl als je zuvor (einschließlich Weitergabe und Teilen „Shareconomy“). Sie haben mehr Wissen über Produkte und Leistungen als je zuvor (z.B. durch Testberichte, Vergleichsportale und Social Media) und die Kunden wissen um ihre Macht. Das Wort der Unternehmen dafür ist die so genannte „Kundenbindung“. Das bedeutet Kunden können gewonnen, gehalten oder eben auch verloren werden. Und das zu jedem beliebigen Zeitpunkt während des Kaufprozesses. Die Entscheidung darüber trifft der Kunde ganz allein.

Trotzt dieser veränderten Situation auf der Konsumentenseite, hat sich der Vermarktungsprozess in vielen Branchen kaum oder gar nicht verändert. Aber genau diese Veränderungen sind notwendig für ein erfolgreiches Geschäftsmodell der Gegenwart und Zukunft.

Über diese nötigen Veränderungen schreibt der großartige Jay Baer in seinem Bestseller „Youtility“. Zumindest war es ein Bestseller der New York Times.

Wie übersetzt man nun den Begriff „Youtility“, der dem Buch seinen Namen gibt, ins Deutsche?
Mit einem Wort ist das kaum zu bewerkstelligen. Im englischen Original steht „You-“ für den Kunden und
„-tility“ für den Nutzen.

Jay Baer ​definiert das klassische Marketing als etwas, das in erster Linie von den Unternehmen gebraucht wird. Während „Youtility“-Marketing von den Kunden gebraucht und gesucht wird. „Youtility“ bietet zahlreiche und  nützliche Informationen, die den Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und einer langfristigen Verbindung zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden. Unternehmen und Marken schaffen somit die häufig zitierte Relevanz.

Jay Baer beschreibt „Youtility“-Marketing anhand von verschiedenen Beispielen und erklärt somit sehr aufschlussreich und durchweg auch unterhaltsam den Untertitel seines Buches: „Why Smart Marketing Is about Help Not Hype“

Das Buch ist absolut lesenswert für alle Unternehmer und Marketer.

© 2015 Autor: Christian Rahn


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Ein Gedanke zu “„YOUTILIY“ – eine Leseempfehlung

  • TJ

    Hallo Herr Rahn,

    Danke für den Tipp! Hatte von anderer Seite auch schon positives gehört. Werde mir das Buch nun auf jeden Fall vornehmen.

    Viele Grüße
    TJ