Die digitale Revolution ist längst im Gange …


und sie ist nicht aufzuhalten und jeder, aber auch wirklich jeder, wird sie zu spüren bekommen.

Alles was nur irgendwie digitalisierbar ist, wird auch digitalisiert werden. Und anschließend erfolgt dann die Automatisierung.

Das selbstfahrende Auto ist dabei nur ein Highlight-Beispiel. Ein einfacheres Beispiel gefällig? Nehmen wir mal unseren Haustürschlüssel, den die meisten von uns noch haben. In schon wenigen Jahren wird dieser der Vergangenheit angehören. Unser Smartphone wird uns nicht nur die Tür öffnen, sondern auch das Licht und die Heizung regeln über unsere smarte Haussteuerungsanlage, in der die jeweiligen, ganz persönlichen Profile der Bewohner hinterlegt sind.

Dann stellt sich doch die Frage: Was passiert eigentlich mit der Firma, die Haustürschlüssel herstellt? Oder was produziert das Unternehmen, das heute noch die Werkzeuge für die Schlüsselproduktion fertigt, in Zukunft? Die werden verschwinden!

Ganz einfach verschwinden? Ja, ebenso wie viele Berufe, die es heute (noch) gibt!

Es sei denn sie passen rechtzeitig ihr Geschäftsmodell erfolgreich an die digitale Entwicklung an. Das wird aber nicht allen Unternehmen gelingen. Ich will an dieser Stelle gar kein Horrorszenario verbreiten, sondern einfach eine Anregung geben, mal darüber nachzudenken, wie sich unsere Welt verändern wird.

Bei einer Mittelstandsveranstaltung, die ich kürzlich besucht habe, hat der von mir sehr geschätzte Karl-Heinz Land folgenden Vergleich gezogen: „Hätte sich das Preis-Leistungsverhältnis des VW Käfers so entwickelt wie das von Computerchips, dann wäre er heute 300.000 km/h schnell und würde nur 4 Cent kosten“. Vielleicht etwas sehr rudimentär ausgedrückt und wissenschaftlich nicht belegbar, aber dennoch bringt die Aussage es auf den Punkt.

Warum sprechen wir nun aber von der digitalen Revolution und nicht Evolution? Nun, weil eine Revolution viel schneller, rücksichtsloser und brutaler abläuft als die Evolution. Die digitale Revolution lässt uns nicht die Chance einer „schleichenden“ Anpassung unser Fähigkeiten. Es gilt vorausschauend zu denken und zu handeln. Für unsere Geschäftsmodelle heisst das vor allem, die Entwicklung des Marktes zu beobachten und zu analysieren. Ist mein Produkt oder meine Dienstleistung noch zukunftsfähig? Wie und wo werden die Verbraucher meine Produkte in Zukunft benutzen? Wer ist überhaupt mein Kunde? Was muss ich adaptieren, um auch in Zukunft noch erfolgreich zu sein?

In vielen Branchen hört man, „mich betrifft das ja nicht“. Sicher? Ich will an dieser Stelle gar keine Liste erstellen von namhaften Marktführern, die bereits die Anfangsphase der digitalen Revolution nicht überlebt haben oder Produktgruppen, wie Straßenkarten, Telefonzellen und so weiter aufzählen. Übrigens, schreiben Sie noch SMS?

Ganz aktuell bekomme ich ständig Werbung einer Versicherungs-App auf mein Smartphone. Mit deren Hilfe ich nicht nur meine Vertragsunterlagen digitalisieren kann, sondern auch das Mandat an die dahinter stehende „Entwicklerfirma“ (mit Maklerlizenz) geben könnte. Ganz automatisch werden dann meine Versicherungen verglichen, Tarife aktualisiert oder Verträge gar gekündigt und neue abgeschlossen werden. (An dieser Stelle der Hinweise, immer auf das Kleingedruckte achten!)

Wo bleibt da in Zukunft der klassische Versicherungsmakler, quasi der „Hallo Herr Kaiser“ unseres Vertrauens? Auf der Strecke! Es sei denn er hinterfragt schon jetzt die Zukunftsfähigkeit seiner Dienstleistung und passt diese an.  Eine Analyse des zukünftigen Verbraucherverhaltens, des Vertriebsprozesses und des Marketings ist unerlässlich. Insbesondere müssen technische Möglichkeiten im Auge behalten werden. Ausserdem gilt es  Alleinstellungsmerkmale zu definieren und vor allem der ganzen Welt zu kommunizieren, warum man noch einen klassischen Makler braucht! Ist es die individuellere Beratung der Kunden? Entscheidungen, die im Schadensfall nicht nach Algorithmus, sondern nach menschlicher Logik und mit Empathie getroffen werden? Nun das muss die Versicherungsbranche herausfinden, nur sollte sie sich beeilen damit. Nur aus Spaß habe ich mal drei Makler aus meinem Umfeld auf die Thematik angesprochen und als Reaktion nur „große Augen und offene Münder“  erhalten.

Wieder nur ein kleines Beispiel aus einer beliebigen Branche, die mir gerade in den Sinn kam. Und das ließe sich noch eine ziemlich lange Weile so fortsetzen.

 „Adapt or die“ ist die Devise für alle, die mit der digitalen Entwicklung Schritt halten wollen!

Sie wollen mehr über notwendige Veränderungen erfahren? Gerne, kontaktieren Sie uns einfach!

© Autor des Beitrags: Christian Rahn

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